Pollenbelastung globaler Risikofaktor für Allergien
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 31 Studien zeigte, dass Pollenexposition das Risiko für allergische Erkrankungen signifikant erhöht. Besonders hohe Pollenkonzentrationen stellen demnach ein größeres Risiko dar. Kinder und Erwachsene sind gleichermaßen betroffen, insbesondere Baumpollen spielten eine wichtige Rolle.
Pollen sind ein weit verbreitetes Umweltallergen, das mit verschiedenen allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen (allergische Rhinitis) und Asthma in Verbindung gebracht wird.
Erhöhen Pollen das Allergierisiko?
Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse aus Russland und dem Iran hatte das Ziel, den Zusammenhang zwischen Pollenexposition und dem Risiko für allergische Erkrankungen näher zu beleuchten. Dabei wurden unterschiedliche Pollenkonzentrationen, Altersgruppen, Expositionsbedingungen, Studientypen und geografische Regionen berücksichtigt. Die Literaturrecherche erfolgte in den Datenbanken PubMed, Embase, Web of Science und Scopus im Zeitraum vom 1. Januar 2000 bis zum 20. Februar 2025.
Systematischer Review mit Metaanalyse über 31 Studien
In die systematische Übersichtsarbeit wurden 31 Studien mit 96 Datensätzen und 1 942 079 Studienteilnehmern eingeschlossen. Insgesamt erhöhte die Pollenexposition signifikant das Risiko für allergische Erkrankungen (Effektstärke, ES: 1,13; 95 % Konfidenzintervall, KI: 1,11 – 1,16; I² = 94,6 %). Hohe Pollenkonzentrationen (≥200 Körner/m³) zeigten einen stärkeren Effekt (ES: 1,76; 95 % KI: 1,57 –1,96) im Vergleich zu niedrigeren Konzentrationen (<200 Körner/m³; ES: 1,07; 95 % KI: 1,05 – 1,10). Sowohl Kinder (ES: 1,12; 95 % KI: 1,09 – 1,15) als auch Erwachsene (ES: 1,23; 95 % KI: 1,14 –1,32) waren durch Pollenexposition signifikant gefährdet, eine Allergie zu entwickeln. Baumpollen, insbesondere von Zypressen, stellten die stärksten Allergene dar.
Pollen erhöhen das Allergierisiko – besonders bei hoher Belastung
Pollenexposition erhöht demnach das Risiko für allergische Erkrankungen und tut dies dosisabhängig. Die Ergebnisse unterstreichen die Dringlichkeit gezielter Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit, um pollenbedingte allergische Erkrankungen zu reduzieren, so das Fazit der Autoren.
© Alle Rechte: DeutschesGesundheitsPortal / HealthCom
Autor: Berezhanskiy PV, Mahmoudizeh A, Fakhri Y. Pollen exposure and allergy risk: a systematic review and meta-analysis. Int J Environ Health Res. 2025 Jul 23:1-15. doi: 10.1080/09603123.2025.2533354. Epub ahead of print. PMID: 40698852.
Foto: Adobe Stock / RFBSIP

