Bei den 15 untersuchten Frauen verschlechterte sich die COVID-19-Lungenentzündung während Schwangerschaft und Geburt nicht. Alle Frauen erholten sich gut.


Eine chinesische Studie untersuchte jetzt, ob Symptome oder Verlauf einer COVID-19-Lungenentzündung bei Schwangeren oder nach der Geburt anders sind. Dafür werteten sie vorläufig die Daten von 15 Frauen aus.

Die Frauen waren mit einer COVID-19-Lungenentzündung zwischen dem 20. Januar und dem 10. Februar ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Ärzte führten ein CT des Oberkörpers durch und werteten Symptome, klinische Befunde und Laborergebnisse aus.
111 Frauen brachten ihre Kinder im Beobachtungszeitraum zur Welt, davon 10 per Kaiserschnitt. 4 Patientinnen waren zum Ende der Studie immer noch schwanger, drei im zweiten Trimester und eine im dritten Trimester. Es gab keine Todgeburten oder Abtreibungen oder Sterbefälle nach der Geburt und auch keine Fälle von Asphyxie (Atemstillstand) bei den Neugeborenen.

Alle Patienten erholten sich gut, teils auch ohne antivirale Medikamente

Im CT der Lunge konnten die Wissenschaftler am häufigsten Milchglastrübungen sehen. Die häufigsten Symptome zu Beginn waren Fieber bei 13 Patientinnen und Husten bei 9 Patientinnen. Die häufigsten abnormalen Laborergebnisse waren eine Lymphopenie bei 12 Patientinnen. Die Entbindung verschlechterte die Lungenentzündung im CT nicht. Alle Patientinnen erholten sich gut. Die vier Patientinnen, die schwanger waren, erhielten keine antivitalen Medikamente. Sie erholten sich trotzdem gut.

Bei den 15 untersuchten Frauen verschlechterte sich die COVID-19-Lungenentzündung während Schwangerschaft und Geburt nicht. Alle Frauen erholten sich gut.

Referenz:

Liu, D., Li, L., Wu, X., Zheng, D., Wang, J., Yang, L., & Zheng, C. (2020). Pregnancy and Perinatal Outcomes of Women With Coronavirus Disease (COVID-19) Pneumonia: A Preliminary Analysis. AJR. American Journal of Roentgenology, 1–6. https://doi.org/10.2214/AJR.20.23072

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