Die Sicherheit von Triptanen bei Menschen mit kardiovaskulären Risikofaktoren ist ein zentraler Aspekt in der Migränetherapie. Aktuelle Forschungdaten zeigen, dass Triptane das Risiko für ischämische Ereignisse nicht erhöhen. Auch für Menschen mit erhöhtem vaskulärem Risiko scheinen Triptane eine wirksame und sichere Behandlungsoption zu sein.

Migräne betrifft Millionen Menschen weltweit. Besonders herausfordernd ist die Behandlung bei Menschen mit bestehenden kardiovaskulären Risikofaktoren, da bestimmte Medikamente potenziell ischämische Komplikationen wie Schlaganfälle und Herzinfarkte verursachen können.

Triptane als wichtige Akutmedikation bei Migräne: Wie kritisch sind kardiovaskuläre Risikofaktoren?

Das Ziel eines systematischen Reviews mit Metaanalyse aus Saudi Arabien war es, den Zusammenhang zwischen ischämischen Ereignissen und der Anwendung von Triptanen bei Menschen mit ischämischen Risikofaktoren zu untersuchen. Hierzu wurde eine systematische Suche in Web of Science, Google Scholar, PubMed und Medline bis Dezember 2024 durchgeführt. Eingeschlossen wurden Studien, die sich auf die Triptananwendung bei Menschen mit ischämischen Risikofaktoren konzentrierten und die Häufigkeit ischämischer Ereignisse zwischen Anwendern und Nicht-Anwendern verglichen. Studien ohne ischämische Risikofaktoren, ohne Fokus auf Triptane oder ohne Vergleichsgruppe wurden ausgeschlossen.

Systematischer Review mit Metaanalyse über 4 Studien

Aus einer ursprünglichen Auswahl von 1 615 Artikeln wurden 4 Studien mit insgesamt 426 840 Menschen in die Analyse aufgenommen. Es zeigte sich kein signifikanter statistischer Zusammenhang zwischen Triptananwendung und ischämischen Ereignissen bei Menschen mit Risikofaktoren. Die Subgruppenanalysen ergaben ebenfalls keine statistisch signifikanten Assoziationen, untersucht wurden ischämischer Schlaganfall (95 % Konfidenzintervall, KI: 0,70 – 8,78; p = 0,16; I2 = 97,7 %), Herzinfarkt (95 % KI: 0,44 – 2,39; p = 0,95; I2 = 96,1 %) und die Gesamtmortalität (95 % KI: 0,33 – 1,58; p = 0,44; I2 = 98,8 %).

Kein signifikanter Zusammenhang mit ischämischen Ereignissen

Die Ergebnisse legen nahe, dass Triptane nicht mit einem erhöhten Risiko für ischämische Ereignisse verbunden sind. Sie stellen somit auch für Menschen mit ischämischen Risikofaktoren eine sichere Therapieoption zur Behandlung von Migräne dar. Dennoch sind weitere Studien erforderlich, insbesondere zur langfristigen Sicherheit bei Hochrisikogruppen. Zu den Limitationen der Metaanalyse zählen die geringe Anzahl von nur 4 eingeschlossenen Studien, eine eingeschränkte Literaturauswahl sowie unterschiedliche Studienzeiträume.

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Autor: Aldehaim FM, Alruways AA, Alfarhan AA, Almunyif SN, Alhusainy AZ, Albahli OH, Almutairi BA, Alotaibi MM, Alotaibi AM, Alotaibi AE, Aldalbahi SS, Shabbir M, Alammar MA. Association between triptan use and ischemic events in patients with ischemic risk factors: A meta-analysis. Saudi Med J. 2025 Jun;46(6):608-616. doi: 10.15537/smj.2025.46.6.20250106. PMID: 40516932; PMCID: PMC12199639.

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