Australische Forscher fassten die Ergebnisse von 6 Studien mit mehr als 200 000 Teilnehmern zusammen und ermittelten auf diesem Wege vermeidbare Risikofaktoren für Brustkrebs. Diese waren regelmäßiger Alkoholkonsum, Übergewicht, Hormonersatztherapie und die Einnahme der Anti-Babypille.


Wissenschaftler aus Australien machten es sich zur Aufgabe, herauszufinden, welche vermeidbaren Risikofaktoren das Risiko für Brustkrebs bei australischen Frauen erhöhen. Für ihre Analyse bündelten die Wissenschaftler die Ergebnisse von 6 Studien, sodass sie auf Daten von 214 536 Frauen zurückgreifen konnten.

Besonders ein regelmäßiger Alkoholkonsum und Übergewicht sollten zum Schutz vor Brustkrebs vermieden werden

Die Auswertung der Studien zeigte, dass es in einem Zeitraum von 10 Jahren zu 640 Fällen von Brustkrebs bei prämenopausalen Frauen kam (prämenopausal heißt, dass die Frauen noch nicht die Wechseljahre erreicht haben) und zu 2632 Brustkrebserkrankungen bei postmenopausalen Frauen (= Frauen, die bereits die Wechseljahre erlebt haben). Die Wissenschaftler ermittelten, dass sich das zukünftige Brustkrebsrisiko für prämenopausale Frauen zu 12,6 % auf den regelmäßigen Konsum von Alkohol zurückführen ließ und zu 7,1 % auf den Gebrauch der Anti-Babypille (wenn diese mehr als 5 Jahre lang eingenommen wird). Bei postmenopausalen Frauen erklärten Übergewicht oder Adipositas 12,8 % der zukünftigen Brustkrebserkrankungen, Hormonersatztherapie trug zu 6,9 % bei und regelmäßiger Alkoholkonsum zu 6,6 %.

Regelmäßiger Alkoholkonsum, Übergewicht, Hormonersatztherapie und die Einnahme der Anti-Babypille stellten sich in der Studie als vermeidbare Risikofaktoren für Brustkrebs heraus, die einen relevanten Anteil an Neuerkrankungen bei prä- und postmenopausalen Frauen erklärten.


Referenz:

Arriaga ME, Vajdic CM, Canfell K et al.: The preventable burden of breast cancers for premenopausal and postmenopausal women in Australia: A pooled cohort study. Int J Cancer. 2019 Feb 25. doi: 10.1002/ijc.32231. [Epub ahead of print]